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nördl. Westerwald/Altenkirchen, Sport Da/He, Sport Senioren
22.06.2017

Sensation: Silbermedaille bei den Deutschen Meisterschaften der Senioren

Kai Otterbach wird 2. im Doppel in der Königsklasse Ü40

„Stolz wie Oskar“ steht er auf dem Siegerpodest neben seinem Hessischen Partner und Kumpel mit polnischen Wurzeln: Piotr Frackowiak. Was für ein Wochenende……

Kai Otterbach hat in seinem Tischtennisleben schon einiges erlebt, doch das Wochenende 29.4.17 – 01.05.17 wird er so schnell nicht vergessen!

Von vorn: Im Einzel in der Gruppe hatte er Glück mit der Auslosung. Platz 2 war Pflicht! Durch eine sehr gute Leistung und ein wenig Glück gelang am Freitag Abend sogar der Gruppensieg – 3:0 Spiele, 9:0 Sätze, was war denn da los? Durch diesen Erfolg zog er unter die letzten 32 ein. Es gab 8 Freilose in der ersten Hauptrunde – also war Kai schon mal unter den Besten 24 in Deutschland. Hört sich gut an…….!

Samstag’s ging es dann mit dem Mixed los. 1. Runde Freilos, nächste Runde (Achtelfinale) gegen starke Hessen. Mit der Partnerin Tanja Schulz aus der Pfalz (TTC Winnweiler) gelang aber ein überraschender Sieg mit starker Leistung von beiden und es wurde ins Viertelfinale eingezogen = letzte 8, Spiel um eine Medaille! In diesem spielten beide gegen den späteren Sieger im Einzel, Sven Hielscher, nebst Partnerin. Überraschenderweise wurde es ein Spiel auf Augenhöhe welches schlussendlich äußerst unglücklich mit 11:9 im 5. Satz an die Niedersachen ging. Tanja und Kai waren untröstlich! So knapp an einer Medaille vorbei geschrammt – schade!

Weiter ging es im Einzel. Der Gegner aus der Regionalliga, Florian Haux, mittleres Paarkreuz, aus Wolfenbüttel war natürlich haushoher Favorit. Kai spielt ja „nur“ Verbandsoberliga (2 Klassen tiefer). Noch leicht gefrustet vom Mixed und einer „Scheißegal – ich kann ja nur gewinnen“- Einstellung sollte es eines der großartigsten Spiele werden die Kai je absolviert hat. Das Spielsystem hat gepasst, es gab unfassbar viele gute Ballwechsel, und es sah echt ein wenig wie Sport aus!

Kai erreichte den 5. Satz, was schon aller Ehren Wert war, doch in diesem führte er sogar 9:5 um dann doch noch (ohne leichten Fehler oder Nervosität, einfach weil der Gegenüber großartig gespielt hat) mit 12:10 unterlegen zu sein – bitter! Trotzdem großartig, denn besser kann er nicht spielen!

Also war die Zwischenbilanz: Kurz vor ner Medaille gestanden (11:9 im 5.) und kurz vor dem Einzug der besten 16 in Deutschland (12:10 im 5.) und beide male um „Sackhaaresbreite“ gestrauchelt.

Blieb noch das Doppel! In diesem hatten Frackowiak/Otterbach Freilos in der ersten Runde und leichtes Spiel in der nächsten Runde (beide Schläger der Kontrahenten wurden von den Schiris einkassiert wegen unerlaubten „Doping“ der Beläge). Damit kam es zum gleichen Viertelfinale wie letztes Jahr. Gegen die äußerst sympathischen Widersacher aus Westdeutschland (Sitran/Vester) musste die Revanche her. In einem unansehnlichem Spiel mit viel klein-klein und taktischen Zwängen gelang zum Glück die Revanche mit einem 3:1 Sieg. Damit war die Medaille sicher und beiden viel ein Stein vom Herzen. Jabbadabbadu!!!

Ziel erreicht, Podest, Medaille, Feiern – Großartig!

Im Halbfinale gegen die an Pos. 1 gesetzten Berliner von den Reinickendorfer Füchsen rechnete man sich keine Chance aus. Doch Kai machte NULL Fehler und Piotr alle Punkte. Es lief und die haushohen Favoriten hatten keine Chance. Unfassbar! Endspiel!

In diesem standen dann mit Pedro Pelz (lange Jahre Bundesliga in Nassau und Heilbronn), Detlev Stickel (lange Jahre Bundesliga u.a. in Reutlingen) und Piotr Frackowiak (immerhin mal 2. Liga in Elz) drei gute Spieler und Kai Otterbach aus Berzhahn, höchste Spielklasse Oberliga……………

Auch hier war die Favoritenrolle klar verteilt! Erster Satz: 11:2 Frackowiak/Otterbach. O.K. – kann passieren, jetzt machen die ernst. Zweiter Satz: 10:8 Führung Frackowiak/Otterbach und noch „verdaddelt“ – FUCK! Dritter Satz: Keine Chance! Vierter. Satz: 10:10 – kann man ja auch mal Glück haben……leider nein. Mit einem unglaublichen Ball mit VH aus Rh, extrem diagonal sorgte Pedro Pelz zum Schluss für den besten Ball des Spiels. Verdienter Sieg des Doppels aus Baden-Württemberg, welches aber kurz vor dem 5. Satz war und wer weis schon wie dieser ausgegangen wäre.

Alles in Allem ein unfassbar schönes und erfolgreiches Wochenende für Kai Otterbach von den Sportfreunden Nistertal, der Neckarsulm niemals vergessen wird!

Organsisation Top, Menschen Top, Stimmung Top, Ergebnis Top – was will man mehr!

„Stolz wie Oskar“ hängt die Medaille jetzt am Arbeitsplatz J……………………


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